Ritornell

ritornell

Ritornell.
Aquarium Eyes.
Karaoke Kalk.

Die Liste der Projekte, an denen Richard Eigner und Roman Gerold aka Ritornell beteiligt waren und sind, ist ellenlang, bei Flying Lotus, Dimlite, Andreya Triana und vielen Anderen haben die Musiker ihre Spuren gelegt. Nun folgt das zweite Studioalbum „Aquarium Eyes“ auf Karaoke Kalk, ein frühlingsfrischer, warmer Gruss und wieder drehen die beiden Österreicher auf erstaunlich einfache, aber umsomehr effektive Weise ihre Regler an der vielerorts sehr geschundenen Schnittstelle zwischen akustischer Musik und Elektronik; mit gelegentlichen Zügen in den Jazz. Es gibt wenige Projekte die ein subtiles Knistern so punktgenau gegen ein Klavier, Kontrabass oder Vibrafon setzen können, und darüberhinaus, gerade auch im Weglassen ihrer musikalischen Textur einen äusserst individuellen Freiraum gestatten. Hinzu kommt dass ein derart feines Multi-Genre Gespinst gerne von allzu emotionalisierten Vokalisten ordentlich durcheinandergezupft werden kann, nicht aber so in diesem Fall. Die Wienerin Mimu umrundet die hier gesponnenen feinen Fäden mit dezenter Finesse in ihrer Gesangsakrobatik. Wenn man dann noch eine so exquisit gelungene Coverversion des Roxy Music Klassikers „In Every Dreamhole A Heartache“ obendrauflegt, lacht die Sonne und der Mensch freut sich.