Balam Acab

Balam Acab.
Wander / Wonder.
Tri Angle.

Manchmal ist es ein Fluch zu klingen wie der derzeit gängige Avant-Pop, nicht aber so in diesem Fall. Der stark im R’n’B verwurzelte Balam Acab dreht aus seinen Roots ein eigensinniges, schillerndes Gewächs aus fragmentierten Songstrukturen, choralen Vokalelementen, dezent gebrochenen Beats und intelligent gesetzten, tränenlockenden Samples. Nach dem allerorten lauten Aufschrei über Acabs „See Birds“ EP im letzten Jahr
kommt der Herr mit einem ausgereiften, mitunter nicht ganz kitschfreien Debütalbum auf den Player, deren zielsicher vermengter, musikalischer Bandbreite man schwer entkommen kann. Es wird nicht mehr lange dauern bis diese auch hier verwendeten hochgepitchten Vokalschnipsel ein absolutes NoNo sind, hier aber sind sie noch frisch und im Kontext stimmig.