Teebs

teebs

Teebs.
E S T A R A.
Brainfeeder.

Mtendere Mandowa aka Teebs kann mit seinem zweiten Longplayer „E S T A R A“ für Brainfeeder dem 2010er Vorgänger „Ardour“ mit Leichtigkeit einen obendrauf setzen, die fluffige Verspieltheit seiner Instrumental Hip-Hop Produktionen lässt ihn weiterhin zum entspanntesten Aushängeschild des Labels freudig in der Sonne strahlen. „Estar“ meint auf Spanisch einfach nur „Sein“, besser, einfacher kann man das Album gar nicht beschreiben. Teebs ist auch gleichzeitig Maler, seine Arbeiten zieren auf allen seinen Releasen die Cover und es ist zu vermuten dass der Producer hier tief aus der Kreativität eines begleitenden Mediums Ruhe und Gleichmut schöpfen kann. Die Vorstellung dass er Prefuse 73, Lars Hornveth, Jonti und Populous, die hier auf dem Album mitschwingen dürfen, ebenfalls dazu inspirieren konnte zukünftig den Pinsel auf der Leinwand zu verstreichen macht schmunzeln. Das wird man dann ja, ganz wörtlich, sehen können.

Teebs

Teebs.
Collections 01.
Brainfeeder.

Wiewohl Teebs die hier auf „Collection 01“ vorliegenden Tracks als Skizzen und Experimente ausweist, stehen sie in Ausführung und produktionstechnischer Qualität seinem Albumdebüt „Ardour“ in keinster Weise nach. Über seinen brainfeedertypischen flylo Beats gestaltet der 23jährige seine traumwolkigen Konstruktionen locker und jazzy fluffig, die sparsam eingefügte Harfinistin Rebekah Raff rundet hier das musikalische Kissen dezent streichelnd ab. Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los dass sich Lounge Music, in neunem Gewand und nicht ganz unangenehm, wieder in die Räume schleichen darf.

Samiyam

Samiyam.
Sam Baker’s Album.
Brainfeeder.

Los Angeles Producer Sam Baker aka Samiyam presst 40 Minuten minimale HipHop Downtempo Instrumentals auf sein Debütalbum. Seit seiner 2008er EP „Return“ veröffentlicht er ansatzweise verkopfte und dennoch schwer funkige 8bit Elektronik, ein stark auf die Ästhetik Dilla’s und Madlib’s fokusierter Protagonist der zweiten Generation. Sosehr alle 17 Tracks auch auf die brillante technische Meisterschaft des Produzenten verweisen, fehlt hier spätentens nach der Hälfte des Albums zusehens der musikalische Blick über den eigenen Tellerand. Hierbei geht es nicht um die zusätzliche Vermengung von Stileinflüssen; Soul, Funk und eine Vielzahl anderer Soundpräziosen finden reichlich Eingang in diese delikate Soundsuppe. Vielmehr gerät die Machart des Gemenges in der massiven Aneinanderreihung zum starren Prinzip, ein Track aus diesem Album in einem Mix ist ein gaumenschmeichelndes Feuerwerk, immer wieder aber das Gleiche essen zu müssen tötet den Geschmacksnerv und aktiviert die inneren Abwehrmechanismen.

Tokimonsta

Tokimonsta.
Creature Dreams EP.
Brainfeeder.

Tokimonsta mit ihrer zweiten EP unter eigenem Namen, nach Ramp Recordings diesmal aus Flylos Brainfeeder Stall. Wunderbar relaxte, sich qualitativ treubleibend verspielte Funkelnummern im wackeren Holperschritt, die beiden angepopten Tracks mit der Vokalistin Gavin Turek runden das Ganze zu einem schönen Sommerausritt ab, wenn sie auch beim letzten Track „Day Job“ einmal unsanft an der Hecke hängenbleibt. Wieder aufsteigen und weiter so Madame, wir traben fröhlich wackelnd hinterher.

The Gaslamp Killer

The Gaslamp Killer.
Death Gate.
Brainfeeder.

Gonjasufi-Buddy The Gaslamp Killer, der teilweise für dessen „A Sufi And A Killer“ Album die wundersam angeschubberten Samples beisteuerte tanzt auf dieser 5-Track Ep munter seinen Weirdo-Kosmos weiter, fein gepudert von eben Gonjasufi sowie Computer Jay und Mophono. Psycho-Ethno-Jazz-Dub von feinstem Korn umschmirgelt die Ohrmuscheln und lässt so ziemlich alles zu was dir in den Sinn kommt, ausser Ausruhen. Den Hirnwindungen dieses Herren würde ich gerne mal mit einer guten Kameraausrüstung hinterhersteigen.

Teebs

Teebs.
Ardour.
Braindfeeder.

Everybodys-Darling Flying Lotus bringt auf seinem Brainfeeder Label ein überraschend verträumtes, weniger von angezackten Beats durchdrungenes Album von Teebs heraus. Das stark von Harfen, Glöckchen und sonnengeschwängerten, flirrenden Synthesizerflächen durchwachsene Werk ‚Ardour‘ kommt mit seinen fast durchgängig dreiminütigen Tools dennoch nicht ins Stolpern, verlangt aber bisweilen etwas Geduld um sich durch den Flauschgang hindurch zu dem feinen Gewebe der Struktur dahinter zu beissen. Selbst nach mehrmaligem Hören bleibt die Verwunderung wie es Teebs gelingt geschickt Zucker und Salz so intelligent gegeneinander aus – und umspielen zu lassen. Von dem im südkalifornischen Chino Hills ansässigen Produzent und Maler wird in Zukunft noch öfters die Rede sein.