Simon Scott

Simon Scott.
Bunny.
Miasmah.

Simon Scott’s zweiter Longplayer für Miasmah drängelt, nein kuschelt sich vordergründig zwischen Space Rock, Shoegaze und unaufgeregter, elektronischer Werkelei. Dazu lässt der ehemalige Slowdrive Drummer hier und da kundig Badalamenti Flimmer einfliessen und rundet so das Ganze zu einem vermeindlich warmen, beizeiten aber mit dräuender Schwermut durchdrungenem Hörwerk ab. Dieses Wechselbad zwischen dem immer wieder durchschimmerndem Traum von einem Happy End und wellenartig darübergeworfenen lynch’schen Schleiern erzeugen ein Bild sisyphosartigen Aufbäumens und Scheiterns. Scott, der den miasmahtypischen Abyss nur bis zur Hälfte abtaucht und sich dort durchaus hörenswert einen Platz zurechtmacht, erreicht nach mehrmaligen Hören seines Albums „Bunny“  eine sehr interessante Erweiterung der musikalischen Ränder des Labels.