Douglas Dare

dare

Douglas Dare.
Whelm.
Erased Tapes.

Vor knapp einem halben Jahr hat Douglas Dares EP „Seven Hours“ schon starke Wellen geschoben, hier folgt nun das Debüt Album „Whelm“ für das Londoner Erased Tapes Imprint. Es gibt eine ganze Menge Musiker die ihr Stücklein singend, sich selbst am Piano begleitend, vortragen. Dare unterscheidet sich oberflächlich nur in winzigen Details von den Anderen und gerade diese schwer in Worte zu bindenden Eigenarten lassen seinen Fluss diese individuelle, faszinierende Biegung nehmen. Spürt er als Poet einen anderen Einstieg in die Musik oder hat er ein viel tiefer sitzendes musikalisches Selbstbewusstsein und gleichzeitig (oder gerade darum) so eine bezaubernde Art diese unerhörte Wucht seines Antriebs in so ruhigen, eindeutigen Bahnen darzubringen? Gleichwohl, ich finde keine Sprache dafür, ich schaue nach oben und klappe Ab und An den Mund auf und manchmal auch wieder zu. Und dann, auf „Swim“, dem neunten Stück kommt er dann mächtig, lässt den Damm brechen, aber nur kurz, schon fliesst er weiter. Das ist einfach schön, und vielleicht ist es auch völlig egal warum dem so ist.