Oliveray

Oliveray.
Wonders.
Erased Tapes.

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich Nils Oliver Frahm und Peter Ray Broderick zu einem gemeinsamen Album zusammen finden würden. Der Projektnahme bildet sich aus ihren zweiten Vornamen und wir gehen einfach einmal davon aus, dass dies nicht mit second best zu assoziieren sei. Schön geteilt, je zur Hälfte in Instrumentalsongs und Lieder mit Gesang, könnte „Wonders“ ebensosehr ein Livemitschnitt sein. Die nahezu überschäumende Spielfreude und Improvisationseleganz der beiden Berliner Musiker, zusammengefügt mit Frahms bewährter, meisterlichen Produktionshand, ist nicht der Beginn einer langen Freundschaft sondern deren hoffentlich nicht einziges und letztes Gemeinschaftsprodukt. Brodericks James-Taylor-Singer/Songwriter-Art spannt mit Gitarre, Geige und Stimme weitestgehend den Bogen, den Frahm gewitzt mit feingesetzter Intelligenz füllt und ergänzt, im umgekehrten Fall kann das Broderick bei „Just Resign“ nicht so ganz gelingen, das wäre aber bestenfalls eine unangebrachte Norgelei die anlässlich der Schönheit des Albums lässig unter den Tisch zu schieben ist.